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Corona-Virus und Immun­schwäche bei Trisomie 21

13/01/2021 | Allgemein

Derzeit finden sich immer wieder Aussagen, dass Menschen mit Down-Syndrom wegen einer bei ihnen vorlie­genden “Immun­schwäche” generell als Risiko­pa­ti­enten bei der Covid-19-Erkran­kung gelten.

Hierzu gibt es eine bereits etwas ältere Stellung­nahme von Dr. Hammersen, Kinder­arzt, der seit 2006 in der Down-Syndrom-Sprech­stunde der Cnopf´schen Kinder­klinik (Nürnberg) arbeitet.

Das DS-Infocenter hat diese Stellung­nahme veröf­fent­licht:

Dr. Hammersen bestä­tigt, dass das Immun­system von Menschen mit Down-Syndrom einige “Beson­der­heiten” aufweist, die sich insbe­son­dere bei Kindern darin zeigt, dass die Immun-Antwort auf einen Infekt im Vergleich zur Allge­mein­be­völ­ke­rung schwä­cher ausfallen kann. Für erwach­sene Menschen mit Down-Syndrom ist diese “Beson­der­heit des Immun­sys­tems” noch unklarer.

Dr. Hammersen fasst zusammen:
“Für die inzwi­schen in verschie­denen Inter­net­foren und Mittei­lungen geäußerten Hinweise, dass Kinder mit Down Syndrom bei einer Infek­tion mit Sars-CoV‑2 beson­ders gefährdet sind und zur Hochri­si­ko­gruppe gehören, gibt es keine belast­baren Fakten und keine wissen­schaft­lich überprüf­baren Befunde. Detail­lier­tere Erkennt­nisse stehen im Moment nicht zur Verfü­gung. Es ist zu erwarten, dass man im weiteren Verlauf der Pandemie mehr über diese Erkran­kung lernt und dann wahrschein­lich einige der jetzt aufge­wor­fenen Fragen beant­worten kann.”

Wir möchten auch dringend auf den Artikel “Menschen mit Down-Syndrom und Covid-19-Erkran­kung: Was die Forschung berichten kann – Ein Zwischen­stand” in der Zeitschrift “Leben mit Down-Syndrom”, Ausgabe 95 vom September 2020 hinweisen.