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Mein Bruder, mein größter Fan: Leben mit Down-Syndrom

8/04/2013 | Presse und Medien

Was tun, wenn der eigene Bruder ganz anders ist als andere? Ganz einfach: liebhaben.

ch habe einen kleinen Bruder, der es liebt, wenn ich ihm tolle Jungs-Klamotten aussuche und ihn style. Er ist mein größter Fan. Wenn ich singe, lauscht er andächtig und freut sich riesig, wenn ich aus der Schule komme. Doch bevor es jetzt Tausch­an­ge­bote von anderen großen Geschwis­tern gibt, noch eine Info – er steht leider auch mitten in der Nacht, also sonntags gegen 13 Uhr, vor meiner Tür und möchte mich freude­strah­lend und mit Geklopfe gegen die Tür zum Essen abholen. Ein Bruder also wie viele andere auch. Und dennoch eine kleine Sensa­tion, weil er es trotz einer Schwan­ger­schafts­ab­bruch­rate von über 90 Prozent – das ist leider so beim Down-Syndrom – geschafft hat, sich ins Leben zu mogeln. Und weil sich der Wunsch seiner Eltern nach einer Familie, die den Kleinen so liebt, wie er ist, erfüllt hat.

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