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Höhere DYRK1A bei Menschen mit Down-Syndrom

31/03/2017 | Presse und Medien

Forscher um Dr. Matthias Lauth von der Philipps-Univer­sität Marburg haben einen moleku­laren Mecha­nismus aufge­klärt, der dazu beiträgt, dass Menschen mit Down-Syndrom seltener an Krebs erkranken als andere. Dabei steht das Protein DYRK1A im Blick­punkt – wie das Team im Wissen­schafts­ma­gazin „Nature Commu­ni­ca­tion“ schreibt –, denn es hemmt das Wachstum zellu­lärer Fasern und verhin­dert dadurch, dass krebs­aus­lö­sende Faktoren an ihren Zielort gelangen, nämlich in den Zellkern.

Menschen mit Down-Syndrom besitzen ein überzäh­liges Chromosom. Diese geneti­sche Abwei­chung geht mit einer höheren Konzen­tra­tion des Proteins DYRK1A in den Körper­zellen einher, weil sich die Bauan­lei­tung für das Protein auf dem betrof­fenen Chromosom 21 befindet; sie liegt also in einer zusätz­li­chen Kopie vor. „Unsere Ergeb­nisse erklären, inwie­fern DYRK1A der Tumor­bil­dung entge­gen­wirkt“, sagt Mitver­fasser Lauth, der eine Nachwuchs­gruppe am Zentrum für Tumor- und Entzün­dungs­for­schung der Philipps-Univer­sität leitet.

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