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Ausstel­lung zu Kindern mit Down-Syndrom: Blick in die Augen

30/01/2017 | Presse und Medien

Hallstadt (dpa/lby) – Kindern mit Down-Syndrom in die Augen schauen – das soll eine Wander­aus­stel­lung in Oberfranken errei­chen. «Wir wollen den Menschen die Augen öffnen, indem man ihren Blick auf die Augen der Kinder richtet», sagte Chris­tina Nürnberger, die Initia­torin des Projekts. Sie selbst hat einen vierjäh­rigen Buben, der anders als seine Zwillings­schwester mit Trisomie 21 geboren wurde. Hinter der Fotografie-Schau mit dem Titel «Einzig­artig!», die am Samstag (14 Uhr) in Hallstadt (Landkreis Bamberg) mit Gesund­heits­mi­nis­terin und Schirm­herrin Melanie Huml (CSU) eröffnet wird, stehen 20 Familien aus der Region.

Jährlich kommen nach Angaben des bayeri­schen Gesund­heits­mi­nis­te­riums in Bayern etwa 100 bis 200 Kinder mit dem Down-Syndrom zur Welt. Derzeit leben im Freistaat demnach geschätzt zwischen 4500 und 7500 Betrof­fene. «Man hört immer nur von Fakten und Zahlen – auch, wie viele der Kinder abgetrieben werden», sagte Nürnberger. «Wir wollen den vorur­teils­be­haf­teten Blick aushe­beln und sagen: Unsere Kinder sind mitten im Leben.»

Minis­terin Huml spricht sich anläss­lich der Ausstel­lung dagegen aus, dass die gesetz­li­chen Kranken­kassen sogenannte Präna­Tests – also vorge­burt­liche Diagnostik – finan­zieren, wie sie der Deutschen Presse-Agentur vor Eröff­nung sagte. Es sei besorg­nis­er­re­gend, dass sich immer mehr werdende Eltern nach einer pranä­t­alen Unter­su­chung gegen ihr Kind entschieden.

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