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Markt für Präna­tal­dia­gnostik expan­diert stark / Lücken­lose Raster­fahn­dung

6/06/2016 | Presse und Medien

Ein Kommentar von Mathias von Gersdorff.

Katastro­phale Aussichten für das Recht auf Leben kranker Kinder. Die Firma für Markt­for­schung „P & S Market Research“, die sich auf den Gesund­heits­markt spezia­li­siert hat, geht davon aus, dass der Markt für nicht-invasive Präna­tal­dia­gnostik bis 2020 stark expan­dieren wird. Konkret bedeutet dies, dass die lücken­lose Auffin­dung von Krank­heiten bei ungebo­renen Kindern statt­findet. In 90 Prozent der Fälle führt heute die Diagnose einer Krank­heit zu einer Abtrei­bung.

Präna­tal­dia­gnostik wird angewandt, um Krank­heiten wie Patau Syndrom, Down-Syndrom (Trisomie 21), Turner-Syndrom oder Edwards-Syndrom (Trisomie 18) festzu­stellen. Nicht-invasive Präna­tal­dia­gnostik ist viel sicherer und einfa­cher, als die sogenannte invasive Diagnostik, die eine Entnahme von Frucht­wasser erfor­dert. Bei einer Frucht­was­ser­un­ter­su­chung besteht ein Risiko von 0,5 bis 2,0 Prozent, dass das Baby im Mutter­leib durch die Spritze verletzt und getötet wird. Nicht-Invasive Tests können auch viel früher während der Schwan­ger­schaft unter­nommen werden. „P & S Market Research“ erwartet, dass in der westli­chen Welt das Alter der Mutter­schaft weiterhin steigen wird und damit die Wahrschein­lich­keit einer Krank­heit beim Baby. Das Risiko, ein Kind mit Trisomie 21 (Down-Syndrom) zu bekommen, liegt bei 30-jährigen Schwan­geren bei 1:200 – 1:1000; im Alter von 40 Jahren bereits bei 1:50 – 1:100.

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