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Kinder voller Lebens­freude

15/06/2012 | Presse und Medien

Eltern­in­itia­tive — Im Klosterhof in Metzingen treffen sich regel­mäßig Mütter mit Down-Syndrom-Kindern#

 Von Thomas Füssel

METZINGEN. Sie möchten Mut machen, Mut, auch ein behin­dertes Kind zu bekommen. Zum Beispiel mit Down-Syndrom. Wie Sarah und Elias, heute sieben und fünf Jahre alt. »Diese Kinder geben einem so viel zurück«, sagen ihre Mütter. Tanja Ashour und Olivia Calasso haben deshalb die Eltern­in­itia­tive »L(i)ebenswert« gegründet, die Anlauf­stelle für betrof­fene Eltern sein will. Einmal im Monat treffen sie sich im Klosterhof am Keltern­platz in Metzingen, wobei Eltern und Kinder aus dem ganzen Kreis Reutlingen kommen.  

Diagnose Trisomie 21, besser bekannt als Down-Syndrom: Für viele bricht eine Welt zusammen. Häufig folgt die Abtrei­bung. Nach Ansicht von Tanja Ashour und Olivia Calasso muss das nicht sein. Sie haben sich beide gegen den Abbruch entschieden — und es nie bereut. »Heute gibt es so viele Therapie- und Förder­mög­lich­keiten, mit früher ist das nicht zu verglei­chen«, berichten sie aus ihrer eigenen Erfah­rung.

Tanja Ashour hat sich gegen den Abbruch der Schwan­ger­schaft entschieden, nachdem sie ein Kind mit Down-Syndrom kennen­ge­lernt hatte. »Das war so herzlich und liebens­wert«, erzählt sie. Für sie stand danach fest: »Ich bekomme mein Kind«. Sarah wächst mit drei gesunden Geschwis­tern auf, zwei, neun und elf Jahre alt. Demnächst geht sie in die Außen­klasse an der Guten­berg­schule in Riede­rich, eine Klasse mit behin­derten Kindern, die in den normalen Schul­be­trieb integriert ist. 

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