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«Der Test dient der Selek­tion von Lebens­kri­te­rien» — Basler Zeitung

9/05/2012 | Presse und Medien, Politik und Aktivismus

 Inter­view: Hubert Mooser

Es bestehe die Gefahr, dass Versi­cherer ihre Leistungen von präna­talen Tests abhängig machten, sagt CVP-Infor­ma­ti­ons­s­chefin Marianne Binder. Diesem Druck müsse die Gesell­schaft vehement entge­gen­treten.

Im Juni will die Firma Lifeco­dexx aus Konstanz in den deutsch­spra­chigen Ländern einen präna­talen Test auf den Markt bringen, der bisher einzig in den USA verfügbar war. Der sogenannte Praena­test dient zur Bestim­mung von Trisomie 21 – dem Downsyn­drom. Was sagen Sie dazu?
Wie seriös so ein Bluttest ist, müssen andere beurteilen. Doch wenn man weiss, dass 95 Prozent aller Frauen mit einem positiven Befund von Trisomie 21 abtreiben, kann man nicht vorsichtig genug sein. Der Test dient der Selek­tion von Lebens­kri­te­rien. Ich teile die Bedenken von Medizi­nern und Behin­der­ten­or­ga­ni­sa­tionen: Je einfa­cher solche Tests erscheinen, desto grösser wird der Druck, diese auch anzuwenden. Und umso grösser auch die Fehler­quote.

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