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Vom Recht auf Anders­sein. Anfragen an präna­tale Diagnostik und human­ge­ne­ti­sche Beratung

23/08/2011 | Bücher und Filme

“Vorlie­gender Band sammelt die Vor- und Beiträge der Tagung “Vom Recht auf Anders­sein”, die der Bundes­ver­band für Körper- und Mehrfach­be­hin­derte und die Bundes­ver­ei­ni­gung Lebens­hilfe für geistig Behin­derte im Frühjahr 1993 in Köln veran­staltet haben. Im folgenden gebe ich den Klappen­text des Bandes wider, der den sehr umfas­senden und diffe­ren­zierten Umgang (vor allem der Aufsatz von Peter Radtke hat mich sehr beein­druckt) mit dem Thema gut darstellt: Immer mehr, immer subti­lere und immer früher anwend­bare Testver­fahren der präna­talen Diagnostik sind in den letzten Jahren zur Routine der Schwan­ge­ren­vor­sorge geworden. Mehr als die Hälfte aller präna­tal­dia­gnos­ti­schen Tests erfolgen ohne voraus­ge­hende Beratung. Da die weitaus größte Zahl vorge­burt­lich feststell­barer Schädi­gungen (…) noch nicht behan­delbar ist, bedeutet die Auswei­tung von Diagno­se­mög­lich­keiten eine neue Qualität von indivi­du­ellen Entschei­dungs­not­wen­dig­keiten. (…) Elemen­tare Hoffnungen, Wünsche und Ängste von Eltern sind angespro­chen. (…) Wo Diagno­se­ver­fahren eine Behin­de­rung frühzeitig identi­fi­zieren und eine Option für einen Schwan­ger­schafts­ab­bruch eröffnen, vollzieht sich gleich­zeitig eine Verän­de­rung der gesell­schaft­li­chen Bewer­tung von geneti­scher Norma­lität. (!) Das Buch rückt die Konse­quenzen der Anwen­dung von präna­taler Diagnostik und geneti­scher Beratung aus der Sicht von Selbst­hil­fe­or­ga­ni­sa­tionen, von Eltern und von behin­derten Menschen in den Mittel­punkt.