Ping Pong — Die Famili­en­re­por­tage

18 Apr 2013 — 19:00 — 20:00

Fernseh­tipp
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Fernseh­tipp





Ping Pong

Die Famili­en­re­por­tage

Donnerstag, 18. April, 19 Uhr (6/11)

(Whg. Freitag, 19. April, 9.00 Uhr)

Einen Tag vor Weihnachten — Chris­tine war damals in der 21. Schwan­ger­schafts­woche —  teilten ihr die Ärzte in knappen Worten das Ergebnis der Frucht­was­ser­un­ter­su­chung mit: „Positiv. Ihr Kind hat Trisomie 21.“ Chris­tine stand unter Schock. Weder konnte sie sich vorstellen, eine Spätab­trei­bung vorzu­nehmen, noch ein Kind aufzu­ziehen, das laut Meinung der Ärzte wahrschein­lich schwere Behin­de­rungen haben würde. „Ich dachte, mein Leben ist vorbei. Ich wusste nicht mehr ein noch aus. Zum Glück war mein Mann da.“

Für Rainer war klar, dass er hinter seiner Frau stehen würde. Gemeinsam begann für beide ein aufrei­bender, innerer Prozess. In langen Gesprä­chen fragten sie sich: Was passiert, wenn wir eine Abtrei­bung vornehmen? Was passiert, wenn wir das Kind behalten?

Schließ­lich entscheiden sich Chris­tine und Rainer für das Leben ihrer Tochter – und haben das bis heute noch nie bereut. „Man wacht nicht auf und hat eine erwach­sene behin­derte Tochter. Als Familie sind wir da reinge­wachsen“, erzählt Chris­tine. Ein Leben ohne Tamina (5) ist heute für sie nicht mehr  vorstellbar, und es verletzt sie, wenn Außen­ste­hende ihr Famili­en­glück bezwei­feln, das Glück, das man mit einem behin­derten Kind erleben kann. Auch die beiden Söhne von Chris­tine und Rainer lieber ihre jüngere Schwester. „Ich bin stolz auf meine Schwester. Sie ist was Beson­deres. Am Anfang hatte ich Angst, dass andere mich hänseln könnten. Heute würde ich jedem eine mitgeben, der wagt, sie blöd anzureden“ sagt Tim (18). Auch Tony (12) liebt seine Schwester über alles, vor allem weil er mit ihr so viel Quatsch machen und lachen kann.  

„Ping Pong“-Reporter Tobias Henkenhaf hat Tamina und ihre Familie zu Hause besucht und einen Tag lang begleitet.