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“Wenn Kinder fragen…”

28/01/2026 | Erfahrungsberichte

Erfah­rungs­be­richt von Gudrun Tomlinson

In letzter Zeit fragten mich immer wieder die größeren Kinder- „Ist Carola behin­dert?“. Offenbar inter­es­siert die Kinder sehr, warum Tobi und Carola anders sind.

Vor einiger Zeit las ich folgende kleine Geschichte zu dem Thema, die mir sehr gut gefiel:
Wenn wir Menschen entstehen, muss man sich das ähnlich vorstellen, als wenn man einen Kuchen backt; viele Zutaten ergeben das fertige Baby- die grünen Augen vom Vater, die blonden Haare der Mutter, zwei Ohren, fünf Finger an jeder Hand, die Nase, usw. …. . backt man einen Kuchen, z.B. einen Schoko­la­den­ku­chen, braucht man Butter, Zucker, Eier, Mehl, Backpulver, Milch und ein bisschen Kakao. Und nun passiert plötz­lich etwas eigen­ar­tiges, gerade als der Teig fertig gerührt ist, fällt plötz­lich oben aus dem Regal eine Handvoll Kokos­flo­cken herunter und mitten in die Schüssel mit unserem Schoko­la­den­teig!
Der Kuchen kommt in den Ofen, wird gebacken und sieht prächtig aus. Er wird angeschnitten, probiert und jeder sagt: „Was ist das denn für ein leckerer Kuchen? Schoko­la­den­ku­chen? Oder doch nicht ganz!“ Auf jeden Fall ist er etwas ganz beson­deres und der Kuchen schmeckt so gut, dass bald kein einziger Krümel mehr übrig ist.
Bei Menschen mit Down-Syndrom ist es ähnlich: sie haben alle „normalen“ Zutaten. Und als sie fast fertig sind, fällt noch ein kleines extra Chromosom dazu.

Deshalb sind diese Menschen ganz normal und doch irgendwie etwas ganz beson­deres – genau wie der Kokos-Schoko­laden-Kuchen