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So geht das also

8/03/2016 | Presse und Medien

DIE WELT KOMPAKT

NICOLAS LIEBESERKLÄRUNGEN

Nein, eigent­lich ist “24 Wochen” kein Liebes­film. Es geht in dem Drama, das unlängst auf der Berli­nale lief, um Spätab­trei­bung und um gesell­schaft­liche Tabus. Kurz gefasst: Astrid ist 24 Wochen schwanger, als sie und ihr Mann Markus erfahren, dass ihr Kind nicht nur unter dem Down Syndrom, sondern auch unter einem schweren Herzfehler leidet. Sie will abtreiben lassen, er nicht. Es haben wahrlich schon kleinere Meinungs­ver­schie­den­heiten und weniger lebens­ver­än­dernde Probleme Paare in die Trennung getrieben – Astrid und Markus bleiben zusammen. Und die Art und Weise, wie sie das tun, wie sie mit ihren unter­schied­li­chen Einstel­lungen umgehen und wie sie auf jede neue, schlimme Nachricht reagieren, macht “24 Wochen” doch zu einer Art Liebes­film. Der zeigt, wie Partner­schaften funktio­nieren sollten. Wenn die beiden Personen nämlich genau das sind: Partner. Die einander beistehen, die in schwär­zesten Stunden und größten Krisen den Humor behalten und die Wertschät­zung fürein­ander. Bekannt sind hier die Thesen des Psycho­logen John Gottman, der seit 40 Jahren in Sachen Liebe forscht.

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