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Petition: Recht auf Sparen und gleiches Einkommen auch für Menschen mit Behin­de­rungen

13/06/2013 | Politik und Aktivismus

Schwerst­be­hin­derte Menschen dürfen max. 2.600 Euro auf dem Konto haben — denn sie werden als Sozial­hil­fe­emp­fänger einge­stuft. Constantin möchte das ändern.

Thomas, der 20-jährige Jura-Student Constantin Grosch aus Hameln wehrt sich dagegen, dass er niemals mehr als 2.600,- Euro auf dem Konto haben darf. Constantin hat Muskel­dy­strohpie. Das heißt, seine Muskeln werden immer schwä­cher. Während er als 11-jähriger noch auf dem Fußball­platz stehen konnte, ist er nun auf einen Rollstuhl angewiesen.

Constan­tins Erkran­kung wird nach deutschem Recht nicht als gesund­heit­liche Einschrän­kung, sondern alsSozial­fall einge­stuft. Behin­derte Menschen wie er werden behan­delt wie Hartz IV-Empfänger. Das bedeutet konkret: Wenn er eines Tages als Jurist arbeitet, wird er niemals auf einen Urlaub oder eine eigene Wohnung sparen können. Ein behin­der­ten­ge­rechtes Auto (Kosten: ca. 80.000 EUR) kann er sich auf ehrliche Weise nie erarbeiten. Er kann das Geld dafür auch nicht erben oder geschenkt bekommen. 

Constantin Grosch kann und möchte ein selbst­be­stimmtes Leben führen und so weit wie möglich aus eigener Kraft bestreiten. Doch die derzei­tige Regelung nimmt ihm und tausenden anderen Menschen in Deutsch­land dafür die Grund­lage. Er hofft, dass sein Fall im Jahr der Inklu­sion und im Vorfeld des Bundes­tags­wahl­kampfs ein Anlass fürArbeits­mi­nis­terin Ursula von der Leyen sein kann, diese Regelung in der Öffent­lich­keit neu zu disku­tieren — deswegen hat er diese Petition gestartet.

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Quelle: https://www.change.org/de/Petitionen/recht-auf-sparen-und-gleiches-einkommen-auch‑f%C3%BCr-menschen-mit-behinderungen-2600?utm_source=action_alert&utm_medium=email&utm_campaign=25470&alert_id=gfwrRxYzek_dKZcvReiSM