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Mann mit Down-Syndrom eröffnet eigenes Restau­rant

29/06/2012 | Presse und Medien

Trotz seiner Trisomie-21-Behin­de­rung hat sich Tim Harris seinen Traum verwirk­licht. Der 26-Jährige eröff­nete sein eigenes Restau­rant und hat inzwi­schen 30 Mitar­beiter. Sein Erfolgs­re­zept: Liebe.

Ein Pancake mit Blaubeeren und Bananen­scheiben ab 5,99 Dollar, ein “Yummy Omlett” mit Schinken und Speck für 8,99 Dollar. Wer in dem kleinen Diner “Tim’s Place” in Albuquerque im US-Bundes­staat New Mexico essen geht, den lockt wahrschein­lich nicht das kulina­ri­sche Inter­esse.

Immerhin stehen auf der Karte kaum sterne-verdäch­tige Gourmet-Höhepunkte. Für den Besucher ist etwas anderes viel wichtiger, was es sonst nirgendwo angeboten wird – nämlich “Hugs”, Umarmungen. Die gibt es dort nicht nur kostenlos, sondern vor allem vom Chef.

Jeden Tag steht der 26-jährige Tim Harris am Eingang, begrüßt seine Gäste mit Handschlag, lächelt freund­lich – und drückt sie einmal fest an sich. “Meine Gäste sollen sich wohl fühlen”, sagt er dem TV-Sender CNN, während er das Kamera­team durch den kleinen Diner führt und sein Geschäfts­mo­dell erklärt. Inzwi­schen ist der Laden für seine Atmosphäre so berühmt, dass das Restau­rant als das vermut­lich freund­lichste der Welt gilt.

Viele Gäste sind aber nicht nur vom Körper­kon­takt im sonst als so prüde geltenden Amerika überrascht, sondern vom Wirt selbst. Denn Tim ist weltweit der einzige Mensch mit Down-Syndrom, der ein Restau­rant eröffnet hat und es auch leitet. Sein Team zählt mittler­weile 30 Mitar­beiter. “Ich habe zwar eine Behin­de­rung, trotzdem bin ich in der Lage, dieses Restau­rant zu führen”, sagt Tim.

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