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Uni Köln sucht Kinder und Jugend­liche mit Down-Syndrom für eine Studie zur Sprach­ent­wick­lung!

1/06/2012 | Down Kind News

Für eine Studie zur Sprach­ent­wick­lung sucht das Depart­ment Heilpäd­agogik und Rehabi­li­ta­tion an der Univer­sität zu Köln Kinder und Jugend­liche mit Down-Syndrom. Das Projekt klingt sehr inter­es­sant und die daran teilneh­menden Kinder und Jugend­li­chen können später davon profi­tieren.

Infor­ma­tion:

Viele Kinder und Jugend­liche mit Down-Syndrom haben sprach­liche Beein­träch­ti­gungen, so dass sie sich in alltäg­li­chen Situa­tionen sozialer Inter­ak­tion nur einge­schränkt mitteilen können. Umso wichtiger ist es, die Bereiche der sprach­li­chen Entwick­lung zu identi­fi­zieren, in denen ein beson­derer Förder­be­darf notwendig ist, um möglichst früh eine bestmög­liche sprach­liche Entwick­lung durch thera­peu­ti­sche Inter­ven­tion zu unter­stützen bzw. Schwie­rig­keiten zu kompen­sieren. Speziell im deutschen Sprach­raum liegen jedoch nur wenige Studien über die spezi­fi­schen Störungs­be­reiche und den Sprach­er­werb bei Kindern mit Down-Syndrom vor, insbe­son­dere nicht zu den gramma­ti­schen Fähig­keiten, die relevant für eine gute Kommu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz sind.

Im geplanten Projekt möchten wir daher bei Kindern bzw. Jugend­li­chen mit Down-Syndrom, deren Entwick­lungs­alter in der Sprach­er­werbs­phase liegt (bei etwa 3–4 Jahren), für ausge­wählte Bereiche der Grammatik mit Hilfe bewährter Unter­su­chungs­ver­fahren unter­su­chen, welche spezi­fi­schen Probleme vorliegen. Frau Prof. Penke und Frau Dr. Wimmer, die das Projekt leiten werden, haben langjäh­rige Erfah­rung in der Arbeit mit Menschen mit sprach­li­chen Problemen, darunter auch Kinder und Jugend­liche mit geistigen Beein­träch­ti­gungen.

Alle vorge­se­henen Unter­su­chungen sind in spiele­ri­scher Form gehalten (etwa in Form eines Karten­spiels oder ein Frage­spiel mit einer

Handpuppe) und sollen den Betei­ligten auch Spaß machen. Geplant sind etwa vier Termine mit einer hierfür geschulten Projekt­mit­ar­bei­terin (à halbe bis eine Stunde), die auf Wunsch auch bei den Betref­fenden zu Hause statt­finden können (flexible Termin­ge­stal­tung). Die Teilnahme an der Studie hat für die Kinder und Jugend­li­chen den Vorteil, dass sie nach Abschluss der Unter­su­chungen jeweils ein detail­liertes sprach­li­ches Profil erhalten, das einen gezielten Einsatz sprach­the­ra­peu­ti­scher Förder­ma­te­ria­lien ermög­licht.

Eine gut infor­mierte und gezielte Inter­ven­tion kann zur Verbes­se­rung der kommu­ni­ka­tiven Möglich­keiten und damit zur Rehabi­li­ta­tion von Menschen mit Down-Syndrom beitragen, was auch im Hinblick auf einen Berufs­ein­stieg mit Sprache als wichtigstem Kommu­ni­ka­ti­ons­mittel relevant ist. Hierzu möchte die Studie einen wichtigen Beitrag leisten.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns bei der Suche nach Kindern und Jugend­li­chen mit Down-Syndrom im Kreis NRW ein wenig unter­stützen könnten. In diesem Fall würden wir Ihnen dann auch zum Start der Studie zur Kontakt­ver­mitt­lung entspre­chende Eltern­an­schreiben und Infor­ma­ti­ons­bögen zur Verfü­gung stellen oder auch persön­lich bei einem Treffen darüber infor­mieren. Wir haben außerdem vor, an der Fachta­gung zum Down-Syndrom im nächsten Jahr teilzu­nehmen.

Kontakt­daten:

Betei­ligte Insti­tu­tion:

Univer­sität zu Köln

Lehrstuhl für Psycho­lin­gu­istik & Sprach­psy­cho­logie Depart­ment für Heilpäd­agogik und Rehabi­li­ta­tion Klosterstr. 79b

D‑50931 Köln

Homepage: http://www.hf.uni-koeln.de/34251

Frau Dr. Eva Wimmer

Telefon: +49–221-470‑2157 / +49 177–7240417; E‑Mail: eva.wimmer@uni-koeln.de

Frau Prof. Dr. Martina Penke

Tel: +49 221 470 5592, E‑Mail: Martina.Penke@uni-koeln.de