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Nein zu Gen-Test — Menschen mit Down-Syndrom gehören dazu

4/05/2012 | Presse und Medien, Politik und Aktivismus

Hamburg. Anläss­lich des europäi­schen Protest­tages zur Gleich­stel­lung von Menschen mit Behin­de­rung macht Ingrid Körner, Senats­ko­or­di­na­torin für die Gleich­stel­lung behin­derter Menschen, deutlich, dass die Einfüh­rung eines Bluttestes, der bereits in der 10. Schwan­ger­schafts­woche erkennt, ob das ungebo­rene Kind eine Trisomie 21 haben wird, unsäg­liche recht­liche und gesell­schaft­liche Folgen haben wird.

„Ich finde diesen Test im höchsten Maße diskri­mi­nie­rend und finde es erschre­ckend, dass solch ein Test überhaupt auf dem deutschen Markt einge­führt wird. Es kann und darf nicht sein, dass die Selek­tion von Menschen­leben bereits im Mutter­leib beginnt“, sagt Senats­ko­or­di­na­torin Ingrid Körner. „Dieser Test missachtet die Rechts­grund­lage der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­tion. Der Zweck dieser Konven­tion, Menschen mit Behin­de­rung in die Mitte unserer Gesell­schaft zu bringen und dort ein Leben wie andere auch zu führen, wird mit diesem Test konter­ka­riert. Wichtiger als der Test ist es, die werdenden Mütter und Väter aufzu­klären und ihnen gute Hilfen an die Hand zu geben, wenn sie Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom werden“, so Ingrid Körner weiter.

(ots / Senats­kanzlei)

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