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Eine Schule für alle Fälle

11/04/2012 | Presse und Medien

In der Fläming-Grund­schule lernen Behin­derte und nicht behin­derte Kinder zusammen

Pascal sitzt im Rollstuhl. Er ist mehrfach schwerst­be­hin­dert. Leoni hat Downsyn­drom, Bruno und Abilash sind geistig behin­dert. Die vier besuchen die Klasse 6 d der Fläming-Grund­schule in Berlin-Schöne­berg. Die weiteren 14 Schüler haben keine Behin­de­rungen. Als erste staat­liche Grund­schule in der Bundes­re­pu­blik lernen hier Kinder seit 36 Jahren integrativ zusammen — Inklu­sion wird das in Fachkreisen genannt.

Berlin gehört im Länder­ver­gleich zu den Vorrei­tern dieses Modells, wie eine Erhebung der Bertels­mann Stiftung kürzlich ergab. 43,9 Prozent der behin­derten Kinder besuchen in der Haupt­stadt eine Regel­schule. Bundes­weit sind es ledig­lich 22,3 Prozent. Deutsch­land hat sich vor drei Jahren, aufgrund einer UN-Konven­tion, dazu verpflichtet Kinder mit und ohne Förder­be­darf gemeinsam zu unter­richten. Für die Fläming-Grund­schule ist das schon lange »normal«.

»Wir sind eine Schule für alle«, erklärt Schul­lei­terin Rita Schaff­rinna. Kein Kind wird wegge­schickt, jeder ist willkommen. Kinder mit Sprach­be­hin­de­rungen lernen zusammen mit geistig Behin­derten. Einige sind körper­lich einge­schränkt, wieder andere sind schwerst­mehr­fach­be­hin­dert, so wie Pascal.

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