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Kinder mit Down-Syndrom lernen lesen. Ein Praxishand_buch für Eltern und Lehrer

23/08/2011 | Bücher und Filme

Aus dem Vorwort: „Einzig wichtig ist aber, dass mit dem vorlie­genden Buch jeder in die Lage versetzt wird, ohne pädago­gi­sche Vorbil­dung, einem Kind mit Down-Syndrom die Grund­lagen des Lesens beizu­bringen.“ Dieses grund­le­gende und unent­behr­liche Werk ist aus dem Ameri­ka­ni­schen in, so muss man wohl sagen, deutsche Verhält­nisse übertragen worden. Die Sprach­übungen wurden ebenso den deutschen Gegeben­heiten angepasst wie auch die Beschrei­bung von schuli­schen. (So gibt es in USA z.B. Integra­tion in weiter­füh­renden Schulen, in Deutsch­land hingegen noch kaum.) Patricia Oelwein beginnt mit einem Rückblick auf das Lesever­mögen früherer Genera­tionen von Kindern mit Down-Syndrom im Vergleich zu m heutigen Zustand (Analpha­beten sind die Ausnahme). Im Weiteren weist sie aber auch auf die Lernun­ter­schiede hin. Dann geht sie auf die prakti­schen Möglich­keiten ein, wie man einem Kind mit Down-Syndrom das Lesen konkret beibringen kann. Dabei erwähnt sie die sogenannten Lernpla­teaus ebenso wie Vermei­dungs­stra­te­gien der Kinder. Im Kapitel über Schüler mit Down-Syndrom spielt die Methode des „operanten Lernens“ eine große Rolle. Auch hier wird immer wieder auf mögliche Lernschwie­rig­keiten einge­gangen. Ein Plan für die einzelnen Lernstufen soll den Eltern Sicher­heit geben. Im zweiten Teil stellt die Autorin ihr Programm in 11 ausführ­li­chen Kapiteln vor. Dabei widmet sie sich dem Alphabet ebenso wie der Lautlehre oder den Wortfa­mi­lien. Im dritten Teil schließ­lich ermutigt sie am Ball zu bleiben, indem sie für die Einfüh­rung von Lesestunden plädiert. Der Anhang bietet eine Fülle von Material (Lesekarten, Worträder u.v.m.), das man sich kopieren kann, um die Lesestunden erfolg­reich durch­zu­führen.