Aktuelles  »  Tagebuch  

Inklu­sives Wohnen

9/11/2020 | Allgemein

Ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt, das die Wohnsi­tua­tion von Menschen mit Behin­de­rungen in Deutsch­land nachhaltig verän­dern soll, hat WOHN:SINN – Bündnis für inklu­sives Wohnen e.V. angestoßen. Als Teil des Projekts begleiten vier Beratungs­stellen in Bremen, Dresden, Köln und München ab sofort Privat­gruppen sowie Organi­sa­tionen der Behin­der­ten­hilfe und Wohnwirt­schaft bei der Planung und Umset­zung von Wohnformen, in denen behin­derte Menschen selbst­be­stimmt mit anderen Menschen zusam­men­leben. Alle Berater*innen haben in den letzten Jahren selbst inklu­siver Wohnpro­jekte mitge­gründet, die überre­gional für Aufsehen sorgten.

„Unser Ziel ist, dass auch Menschen mit Behin­de­rung so leben können, wie sie es sich wünschen, denn Wohnen ist ein Menschen­recht“, so Tobias Polsfuß, Geschäfts­führer von WOHN:SINN und Leiter des Projekts, in dessen Rahmen die Beratungs­stellen in Bremen, Dresden, Köln und München an den Start gehen. Die Expert*innen bringen hier die kommenden Jahre mit Vorträgen, Schulungen, Vernet­zung und Beglei­tung inklu­si­ve­s­Wohnen in ihren Regionen voran. „In fünf Jahren sollen alle Organi­sa­tionen, die Wohnraum für Menschen mit Behin­de­rungen planen und alle Betrof­fenen, die selbst etwas auf die Beine stellen möchten, über ein inklu­sives Haus oder eine inklu­sive Wohnge­mein­schaft nachdenken – und sich im besten Fall dafür entscheiden“, erklärt Polsfuß. Er selbst wohnt seit sieben Jahren in einer WG zusammen mit behin­derten und nicht-behin­derten Mitbewohner*innen.