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Student baut Instru­mente für Behin­derte – „Da gehen da oben alle Lichter an“

6/03/2017 | Presse und Medien

Roland Schnee liebt Volks­musik. Am liebsten mag er Akkor­deon. Doch weil er körper­lich behin­dert ist, konnte er das Instru­ment selbst nicht spielen. Bis jetzt. Von Kathrin Drinkuth.

Wenn Roland Schnee Musik macht, scheint sein ganzer Körper mitzu­spielen. Der 52-Jährige schwingt sich in seinem Rollstuhl vor und zurück, bewegt die Hände über dem Instru­ment und bewegt den Kopf hin und her. Selbst sein Gesicht ist in Bewegung, und er lacht leise. Das Musizieren ist für Roland Schnee eine ganz neue Erfah­rung – denn er ist körper­lich behin­dert. Motorik und Kommu­ni­ka­tion sind stark einge­schränkt. Doch ein speziell an ihn angepasstes Instru­ment ermög­licht es ihm, Akkor­deon zu spielen.

Gebaut hat das Instru­ment Andreas Brand. Der Student an der Musik­hoch­schule in Trossingen in Baden-Württem­berg tüftelte und probierte so lange herum, bis der 52-Jährige damit zufrieden war. „Roland liebt Volks­musik und beson­ders das Akkor­deon“, sagt Brand. „Aber es hat eine Weile gedauert, bis das Instru­ment genau so geklungen hat, wie er es wollte.“

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