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Bluttest auf Down-Syndrom — Klöckner gegen Routine-Tests auf Kassen­kosten

22/08/2016 | Presse und Medien

Seit einigen Jahren können Schwan­gere per Bluttest prüfen lassen, ob ihr Kind mit einem Down-Syndrom auf die Welt kommen würde. Dass dies eine reguläre Kassen­leis­tung wird, davon hält CDU-Landes­chefin Klöckner gar nichts.

Julia Klöckner sprach sich am Sonntag gegen eine mögliche Kosten­über­nahme der Kranken­kassen für Down-Syndrom-Bluttests aus. Dies wäre “sehr proble­ma­tisch aufgrund ethischer Aspekte”. Bei der Entde­ckung von Trisomie 21 komme es in rund 90 Prozent der Fälle zu einem Schwan­ger­schafts­ab­bruch.

Wenn der “Gen-Test inklu­sive Schwan­ger­schafts­ab­bruch wirklich zur Regel­leis­tung der Kranken­kasse” würde, befürchtet Klöckner eine kältere Gesell­schaft. Menschen mit Behin­de­rungen würden dann “massiv in Frage gestellt”, Eltern mit behin­derten Kindern gerieten unter Recht­fer­ti­gungs­druck. Menschen, die sich für ein Leben mit einem behin­derten Kind entscheiden, bräuchten Respekt, Achtung und Unter­stüt­zung, mahnte die Politi­kerin.

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