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GATC-Tochter LifeCo­dexx schließt klini­sche Validie­rung des nicht-invasiven präna­talen Methode zum Nachweis von Trisomie 21 erfolg­reich ab

27/04/2012 | Down Kind News

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Die GATC-Tochter LifeCo­dexx AG gibt heute den erfolg­rei­chen Abschluss der nicht-invasiven moleku­lar­ge­ne­ti­schen Testme­thode zum Nachweis fetaler Trisomie 21 aus mütter­li­chen Blut basie­rend auf Next-Genera­tion Sequen­cing bekannt. Erste Ergeb­nisse der prospek­tiven, verblin­deten Multi­center-Studie zeigen hervor­ra­gende klini­sche Genau­ig­keiten des geplanten kommer­zi­ellen Praena­Test ® Testde­signs, welches auf dem Einsatz von Cell-Free DNA™ Blutent­nah­me­röhr­chen basieren wird.  Es konnten alle T21 Proben ohne falsch positive Ergeb­nisse nachge­wiesen werden. Damit liegt die klini­sche Sensi­ti­vität als auch die Spezi­fität bei jeweils 100%.

Im Rahmen der Studie rekru­tierten fünf Präna­tal­zen­tren und Univer­si­täts­kli­niken in Deutsch­land sowie in der Schweiz  522 Blutproben von schwan­geren Frauen mit einem erhöhten Risiko für chromo­so­male Verän­de­rungen beim ungebo­renen Kind. Die Blutproben wurden zwischen den Schwan­ger­schafts­wo­chen 11+0 und 32+1 entnommen. Ziel der Studie war der Vergleich der Detek­ti­ons­rate für Trisomie 21 einer Testme­thode, die auf Next Genera­tion Sequen­cing-Techno­lo­gien basiert und mütter­li­ches Blut unter­sucht, mit der einer herkömm­li­chen Karyo­ty­pi­sie­rung, die auf Basis invasiver Unter­su­chungs­me­thoden durch­ge­führt wird, wie z.B. der Frucht­was­ser­un­ter­su­chung oder Chori­on­zot­ten­bi­opsie. Zur  Stabi­li­sie­rung des mütter­li­chen Blutes kamen dabei zwei unter­schied­liche Methoden zum Einsatz. Zum einen wurden gängige K3-EDTA-Blutent­nah­me­röhr­chen einge­setzt, zum anderen Cell-Free DNA™ Blutent­nah­me­röhr­chen. Während die Studi­en­zen­tren das Blutplasma aus den EDTA-Proben vor Proben­ver­sand selbst isolierten, verlangte das Studi­en­pro­to­koll bei Verwen­dung der Cell-Free DNA™ Blutent­nah­me­röhr­chen nur einen direkten Versand der Blutproben an LifeCo­dexx ohne vorhe­rige Plasma-Präpa­ra­tion.

Erste Ergeb­nisse des vollstän­digen Studi­en­kol­lek­tivs mit insge­samt 42 positiven T21 Proben ergaben eine durch­schnitt­liche klini­sche Sensi­ti­vität von 95% sowie eine Spezi­fität von 99,5%  für die Next-Genera­tion Sequen­cing-basie­rende Methode. Jedoch zeigte die genauere Betrach­tung erheb­liche Unter­schiede zwischen den beiden Blutent­nah­me­me­thoden in Bezug auf die klini­sche Genau­ig­keit. Die Proben, die in K3-EDTA stabi­li­siert waren, erreichten ledig­lich eine Sensi­ti­vität von 81,8% bzw. Spezi­fität von 98,7%. Im Gegen­satz dazu erzielten die Proben aus den Cell-Free DNA™ Blutent­nah­me­röhr­chen hervor­ra­gende Ergeb­nisse mit jeweils 100% Sensi­ti­vität und Spezi­fität. Cell-Free DNA™ Blutent­nah­me­röhr­chen stabi­li­sieren zellfreies, im Plasma zirku­lie­rendes Erbma­te­rial, damit auf die Proben­auf­be­rei­tung durch den Arzt verzichtet werden kann und um einen Versand bei Raumtem­pe­ratur zu ermög­li­chen.

“Die klini­schen Resul­tate zeigen deutlich die Bedeu­tung einer verläß­li­chen und einfa­chen Proben­ent­nahme als notwen­dige Voraus­set­zung für eine genaue nicht-invasive Testme­thode basie­rend auf Next-Genera­tion Sequen­zie­rung”, kommen­tierte Dr. Wera Hofmann, Medical Director der LifeCo­dexx AG. „Die Resul­tate validieren sowohl unsere neuar­tige und kosten­ef­fi­zi­ente 12-Plex-Sequen­zier­me­thode basie­rend auf dem Illumina HiSeq2000-Gerät als auch unserer proprie­täres bioin­for­ma­ti­sches Auswer­te­ver­fahren.“

“ie Ergeb­nisse der Studie sind sehr ermuti­gend, denn sie zeigen deutlich, dass der Test eine sehr zuver­läs­sige nicht­in­va­sive Diagnose für Trisomie 21 bei Risiko­schwan­ger­schaften sein kann”, so PD Dr. Markus Stumm aus dem Berliner Zentrum für Präna­tal­dia­gnostik und Human­ge­netik. “Der neue Test hat das Poten­tial, langfristig zur deutli­chen Reduzie­rung der Anzahl von Fehlge­burten, die durch Kompli­ka­tionen bei invasiven diagnos­ti­schen Methoden entstehen, beizu­tragen. Er kann eine zusätz­liche Diagnostik für jene Frauen sein, bei denen nach dem Ersttri­mes­ter­scree­ning ein erhöhtes Risiko für Aneuplo­idien festge­stellt wurde.“

„Wir bereiten derzeit die regula­to­ri­schen Dokumente für die CE-Kennzeich­nung vor, so dass Praena­Test ® als In Vitro Diagnos­tikum (IVD) baldmög­lichst einge­führt werden kann. Der Test wird Frauen mit Risiko­schwan­ger­schaften zuerst in Deutsch­land, Schweiz, Öster­reich und Liech­ten­stein zur Verfü­gung stehen,“ erklärt Dr. Michael Lutz, Vorstands­vor­sit­zender der LifeCo­dexx AG.

In den kommenden Wochen wird  LifeCo­dexx erste Studi­en­ergeb­nisse auf verschie­denen Kongressen vorstellen, z.B. während der “Tübinger Präna­tal­tage” in Tübingen Ende April, auf dem Kongress der “Deutschen Gesell­schaft für Pränatal-und Geburts­me­dizin” in Bonn im Mai, auf der „ European Human Genetics Confe­rence“ in Nürnberg sowie der “Tagung der Bayeri­schen Gesell­schaft für Geburts­hilfe” in Würzburg in Juni.

Praena­Test®

Basie­rend auf dem Einsatz von Next Genera­tion Sequen­cing-Techno­lo­gien, ist die nicht-invasive, moleku­lar­ge­ne­ti­sche präna­tale Diagnostik Praena­Test® in der Lage, aus mütter­li­chem Blut eine Trisomie 21 zuver­lässig auszu­schließen oder zu bestä­tigen. Als Ergän­zung zur nicht-invasiven Präna­tal­dia­gnostik ist der Test eine risiko­lose Alter­na­tive zu herkömm­li­chen invasiven Unter­su­chungs­me­thoden wie z.B. der Amnio­zen­tese.  Praena­Test® ist ausschließ­lich für schwan­gere Frauen, die sich in der 12. Schwan­ger­schafts­woche oder darüber befinden und welche ein erhöhtes Risiko für chromo­so­male Verän­de­rungen beim ungebo­renen Kind tragen. Darüber hinaus müssen sich betrof­fene Frauen in Deutsch­land gemäß dem Gendia­gnos­tik­ge­setz sowie den Richt­li­nien der Gendia­gnostik- Kommis­sion durch einen quali­fi­zierten Arzt human­ge­ne­tisch und ergeb­nis­offen beraten und aufklären lassen.

LifeCo­dexx AG / www.lifecodexx.com

Die LifeCo­dexx AG, ein Tochter­un­ter­nehmen der GATC Biotech AG, ist ein deutsches Life Science Unter­nehmen, welche sich auf die Entwick­lung klinisch validierter moleku­lar­ge­ne­ti­scher Diagnos­tik­tests spezia­li­siert hat und die auf dem Einsatz von Next Genera­tion Sequen­zier­tech­no­lo­gien beruhen. Seit 2011 koope­riert LifeCo­dexx mit Sequenom, Inc. (USA) auf dem Gebiet der nicht invasiven Präna­tal­dia­gnostik.

Presse­kon­takt:

Dr. Michael Lutz
Chief Execu­tive Officer
m.lutz@lifecodexx.com

 

Elke Decker

Director Strategic Marke­ting, Commu­ni­ca­tion & Business Adminis­tra­tion

e.decker@lifecodexx.com

Tel. +49 7531 81 60 15

 

Quelle gatc-biotech.com