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Phoenix — Ganz beson­ders normal: Glück­lich mit “Down-Kinder” (17.04.2012 / 19.04.2012)

17/04/2012 | Presse und Medien

Maren hat zwei behin­derte Kinder mit Trisomie 21. Behin­dert? Für Maren spielt das keine Rolle. Die 30-Jährige liebt Kinder und ist glück­lich mit ihrem Mann Jens, den drei gemein­samen Kindern und den beiden, die Jens in die Ehe mitge­bracht hat. Die Fried­richs sind eine ganz außer­ge­wöhn­liche Patch­work­fa­milie. Dass das so ist, liegt an Maren und an ihrer beson­deren Veran­la­gung.

Schick­sals­schläge

24 Jahre lebt Maren ein ganz normales Leben: Schule, Ausbil­dung zur Zahnarzt­hel­ferin, Führer­schein, Freunde. Und immer schon hat sie sich Kinder gewünscht. 2002 dann kommt Sophia auf die Welt, ein Mädchen mit Down-Syndrom. Die Traurig­keit währt bei Maren nur kurz: Sie hat endlich ein Kind! Auch Jens ist glück­lich. 2004 wird Tim geboren, ein „normales“ Kind. Kurz danach ist Maren wieder schwanger und erleidet erneut eine Fehlge­burt. Die Diagnose: Trisomie 21, also Down-Syndrom. Zu viel Zufall, finden die Ärzte und unter­su­chen Maren. Sie hat die sehr seltene Form der Mosaik-Trisomie 21. Damit ist klar: Maren kann das Down-Syndrom vererben. Sie ist 24 Jahre alt, als sie von ihrer Veran­la­gung erfährt. Dennoch wünscht sie sich noch mehr Kinder. Kurz danach wird Julian geboren. Er hat ebenfalls Down-Syndrom. Und einen schweren Herzfehler. Die Erleb­nisse schweißen Maren und Jens zusammen, ihrer Liebe können die Schick­sals­schläge nichts anhaben.

 

 

Alltag in der Patch­work­fa­milie

„Menschen hautnah“ begleitet Maren und ihre Familie in ihrem turbu­lenten Alltag und erlebt eine Frau, die selbst in anstren­genden, chaoti­schen Situa­tionen das herzliche Zentrum ihrer Familie bleibt. Und dabei steigen die Heraus­for­de­rungen fast täglich: die Sorge um die Kinder, die viel Hilfe benötigen und so oft krank sind – wie können sie optimal geför­dert werden? Welcher Kinder­garten, welche Schule ist gut für sie? Und schließ­lich vergrö­ßert sich die Familie unerwartet: Zwei weitere Kinder aus Jens früherer Ehe kommen neu in den Haushalt. Kinder, die schwere Zeiten hinter sich haben und ebenfalls sehr viel Aufmerk­sam­keit benötigen. Sieben Kinder leben nun in der Familie. Einfach ist das nicht. Trotzdem strahlt Maren immer die Gewiss­heit aus, dass sie es schaffen werden. „Menschen hautnah“ erzählt von ihrem Glück. Denn was ist schon normal? Wer ist behin­dert? Und: Was wäre gewesen, wenn Maren viel früher von ihrer geneti­sche Veran­la­gung gewusst hätte?

Sende­termin

Di, 17.04.2012, 15.15 Uhr

Do, 19.04.2012, 13.15 Uhr