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Behin­dert, na und? (Martin Gebhardt, noen.at)

11/04/2012 | Presse und Medien

Heftige Diskus­sionen um eine zu erwar­tende Stellung­nahme der Bioethik­kom­mis­sion zu Gentests an Embryonen. Bischofs­kon­fe­renz appel­liert an die Politik.

Wenn am Mittwoch im ORF der neueste Film von Regis­seur Wolfgang Murnberger zu sehen ist, dann hat der mehr Brisanz als beabsich­tigt. Bei „So wie du bist“ geht es um ein Paar mit Down-Syndrom, das heiraten möchte und wegen ihrer Behin­de­rung dabei auf alle mögli­chen recht­li­chen und gesell­schaft­li­chen Schwie­rig­keiten stößt.

Wolfgang Murnberger will mit seinem Film „Berüh­rungs­ängste abbauen“. Er trifft damit aber auch in eine Diskus­sion, die derzeit in der Bioeh­tik­kom­mis­sion des Bundes­kanz­ler­amtes geführt wird. Diese soll die Debatte um Gentests an Embryos der so genannten Präim­plan­ta­ti­ons­dia­gnostik (PID) neu in Schwung bringen. Diese ist ja in Öster­reich bis auf Risiko­fälle noch nicht erlaubt, obwohl sich die 25-köpfige Kommis­sion schon 2004 in einer Stellung­nahme mehrheit­lich für eine Öffnung in diesem Bereich ausge­spro­chen hat.

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