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Diagnose Down-Syndrom

23/08/2011 | Bücher und Filme, Ratgeber und Fachliteratur

Zentrales Thema dieses Buches ist die die Erstauf­klä­rung der Eltern durch Ärzte und Klinik­per­sonal, wenn sie ein Kind mit Down-Syndrom zur Welt gebracht haben. Die Autorin, angeregt durch eigene Erfah­rungen und die betrof­fener Eltern, geht der Frage nach, wie das Erstge­spräch am besten aussehen, wann aufge­klärt werden sollte. Als ein weiteres Problem stellt sie die Wortwahl bei der Erstauf­klä­rung dar, die Scheu der Ärzte und Des Klinik­per­so­nals die Diagnose einfühlsam beim Namen zu nennen. Als Lösung für dieses Dilemma stellt sie eine kurze Modell­erstauf­klä­rung vor, die in England entwi­ckelt wurde und die auf die Wünsche der Eltern sehr genau eingeht (wobei man sich auch hier noch andere Kompo­nenten vorstellen könnte).Ein weiteres wichtiges Kapitel des Buches betrifft die Präna­tale Diagnostik und die Entschei­dungs­schwie­rig­keiten, die für die betrof­fenen Eltern damit verbunden sind. Themen wie Eugenik und lebens­un­wertes Leben (heutzu­tage braucht man doch kein mongo­lo­ides Kind mehr zu bekommen) und die damit zusam­men­hän­gende Proble­matik wird ebenfalls kurz angespro­chen. Darüber hinaus bietet das Buch kurze Infor­ma­tionen zum geneti­schen Befund Down-Syndrom, dem Schwangerschafts_verlauf, dem Verdacht der Eltern bis hin zu Heimun­ter­brin­gung und Adoption. Frühe Entwick­lung und Förder­mög­lich­keiten sowie eine kurze Geschichte des Umgangs mit dem Down-Syndrom beschließen das Buch, das sich vor allem an Klinik­per­sonal und Thera­peuten, also poten­ti­elle Erstauf­klärer richtet.