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Arbeiten mit Handicap ist ganz normal

31/08/2012 | Presse und Medien

Ort: Bad Kissingen  Von: A. Luga-Braun, Saale Zeitung 

Mitten im Leben Florian Schmitt, ein “ganz normaler 26-Jähriger mit Down-Syndrom”, arbeitet einmal wöchent­lich in einem Lebens­mit­tel­markt. Und er hat total viel Freude daran, dabei zu sein.

“Ich bin ein sehr ordent­li­cher Mensch”, sagt Florian Schmitt. Er räumt Regale ein, rückt jede Flasche zurecht, die schief steht, weil Kunden sich zuvor im Regal bedient hatten. Florian will, dass alles ordent­lich in Reih’ und Glied steht. Er sieht sofort, wenn etwas aufzu­füllen ist. Und er weiß, woher er Nachschub holt. Es ist Dienstag, und das ist sein Tag: Der 26-Jährige mit Down-Syndrom arbeitet immer diens­tags im Lebens­mit­tel­markt an der Kissinger Von-Hessing-Straße. Und strahlt: “Das ist total toll.”

Während die Agentur für Arbeit sich, wie jüngst berichtet, schwer tut, Menschen mit Behin­de­rung in Arbeit zu bringen und an Arbeit­geber appel­liert, eventu­elle Vorur­teile gegen­über Menschen mit Handicap über Bord zu werfen, ist der junge Mann mit Down-Syndrom im Kupsch­markt “völlige Norma­lität”. Und das seit fast vier Jahren. Dieter Hartmann, der Inhaber, kennt ihn seit Jahren. “Wir sind Nachbarn”, und er erzählt, dass er selbst eine behin­derte Tochter hat. Die kann aber aufgrund ihrer Krank­heit nicht arbeiten, denn: “Jede Behin­de­rung ist anders.” Weil er aber wusste, wie Florian ist und auch, dass er “eine echte Hilfe ist”, gab er ihm die Möglich­keit, in seinem Geschäft zu arbeiten.

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